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Wie schnell lassen sich Auszugsysteme bei Fahrzeugwechsel umrüsten?

Sebastian Jurek ·
Schock Schwerlastauszüge aus Aluminium und Edelstahl

Das Umrüsten von Auszugssystemen bei einem Fahrzeugwechsel dauert je nach Schienensystem, Befestigungsart und Fahrzeugtyp zwischen wenigen Stunden und einem vollen Arbeitstag. Wer auf ein standardisiertes Montagesystem mit definierten Bohrabständen setzt, reduziert den Aufwand erheblich. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Tausch und die Umrüstung von Teleskopschienen im Nutzfahrzeug.

Was beeinflusst den Umrüstaufwand bei Auszugsystemen?

Den größten Einfluss auf den Umrüstaufwand haben die Befestigungsart der vorhandenen Schienen, die Zugänglichkeit der Montagepunkte im Fahrzeug sowie die Kompatibilität des neuen Systems mit dem bestehenden Aufbau. Wer diese drei Faktoren vorab klärt, vermeidet unerwartete Mehrarbeit beim Fahrzeugwechsel.

Konkret spielen folgende Punkte eine Rolle:

  • Befestigungsart: Verschraubte Schienen lassen sich in der Regel schneller lösen als eingeklebte oder eingeschweißte Systeme.
  • Bohrabstände und Lochraster: Stimmen die Lochraster des neuen Fahrzeugs mit dem alten überein, entfällt das Nachbohren.
  • Schienenlänge und Tragkraft: Schwere Schwerlastauszüge für Nutzfahrzeuge erfordern oft mehr Montagepunkte und damit mehr Aufwand beim Wechsel.
  • Aufbautyp: Fest eingebaute Kofferaufbauten bieten weniger Spielraum als modulare Regalwände oder Einschubrahmen.
  • Werkzeugverfügbarkeit vor Ort: Gerade bei Einsatzfahrzeugen wie Feuerwehr oder Rettungsdienst ist die Umrüstung oft im laufenden Betrieb zu erledigen, was die Planung beeinflusst.

Wer bereits beim Erstkauf auf ein System mit standardisierten Anschlussmaßen achtet, spart bei jedem späteren Fahrzeugwechsel Zeit und Kosten.

Wie lange dauert der Ausbau alter Teleskopschienen im Fahrzeug?

Der Ausbau einzelner Teleskopschienen dauert bei verschraubten Systemen typischerweise zwischen 15 und 45 Minuten pro Schiene, abhängig von der Zugänglichkeit und der Anzahl der Befestigungspunkte. Bei einem vollständigen Fahrzeugaufbau mit mehreren Auszugsebenen sollte man realistisch zwei bis vier Stunden einplanen.

Besonders zeitaufwendig wird der Ausbau, wenn:

  • Schienen hinter fest montierten Verkleidungen oder Böden verbaut sind,
  • Kabelführungen oder Schläuche durch die Schienenbereiche verlaufen,
  • Schrauben durch Korrosion oder Verschmutzung schwer zu lösen sind,
  • schwere Lasten auf den Schienen verbaut sind, die vor dem Ausbau gesichert werden müssen.

Ein gut dokumentierter Ersteinbau mit Fotos und Maßangaben zahlt sich beim Ausbau direkt aus. Wer weiß, wo welche Schraube sitzt, arbeitet deutlich schneller.

Welche Teleskopschienen lassen sich besonders schnell wechseln?

Teleskopschienen mit standardisierten Lochabständen, einfacher Schraubbefestigung und werkzeugloser Aushängefunktion lassen sich am schnellsten wechseln. Systeme, bei denen der Laufwagen ohne Werkzeug aus der Führungsschiene entnommen werden kann, reduzieren den Tauschaufwand auf ein Minimum.

Für den Einsatz im Nutzfahrzeug und bei Einsatzfahrzeugen sind folgende Eigenschaften beim Vollauszug oder Schwerlastauszug besonders nützlich:

  • Aushängebügel oder Schnellverschluss: Ermöglicht das Trennen von Innen- und Außenschiene ohne Werkzeug.
  • Symmetrische Montage: Schienen, die links und rechts identisch verbaut werden, vereinfachen Lagerhaltung und Tausch.
  • Einheitliche Bohrabstände: Wenn alle Schienen im Fahrzeug das gleiche Lochraster haben, lassen sich einzelne Einheiten ohne Nacharbeiten tauschen.
  • Robuste Oberfläche: Verzinkte oder eloxierte Schienen lassen sich auch nach Jahren noch problemlos lösen, weil sie weniger zur Korrosion neigen.

Für Fahrzeuge, die regelmäßig umgerüstet werden, lohnt sich die Investition in ein System, das von Anfang an auf Wechselbarkeit ausgelegt ist.

Was ist beim Einbau neuer Auszugssysteme im Nutzfahrzeug zu beachten?

Beim Einbau neuer Teleskopschienen im Nutzfahrzeug sind die Montageangaben des Herstellers zwingend einzuhalten, da Tragkraftangaben stets bei bestimmungsgemäßem Einbau gemäß Montageangaben gelten. Abweichungen bei Schraubenanzahl, Untergrundmaterial oder Einbaulage können die tatsächliche Tragfähigkeit erheblich reduzieren.

Folgende Punkte sollten Sie vor und während des Einbaus prüfen:

  • Untergrundstärke und Werkstoff: Aluminium-Aufbauten erfordern andere Schraubentypen und Anzugsmomente als Stahlrahmen.
  • Einbaulage: Viele Schwerlastauszüge sind für eine horizontale Einbaulage ausgelegt. Schräge oder vertikale Montagen erfordern eine gesonderte Prüfung der Eignung.
  • Vibrationsfestigkeit: Im Fahrbetrieb entstehen dynamische Lasten. Sicherungselemente wie Federringe oder selbstsichernde Muttern sind bei Fahrzeuganwendungen Pflicht.
  • Endanschläge und Auszugsbegrenzung: Gerade bei Vollauszügen muss sichergestellt sein, dass der Auszug im Fahrbetrieb nicht ungewollt ausfährt.
  • Dokumentation: Halten Sie Einbaumaße, Schienenlängen und Befestigungspunkte schriftlich fest, um spätere Umrüstungen zu erleichtern.

Ein sorgfältiger Einbau ist keine Formalität, sondern die Grundlage dafür, dass das System im Fahrzeugalltag zuverlässig funktioniert und die angegebenen Tragkräfte tatsächlich erreicht werden.

Wann lohnt sich eine Komplettumrüstung statt Einzeltausch?

Eine Komplettumrüstung lohnt sich, wenn mehr als die Hälfte der vorhandenen Schienen ausgetauscht werden müssen, das bestehende System nicht mehr zum neuen Fahrzeugtyp passt oder ein Wechsel auf ein höheres Tragkraftniveau erforderlich ist. In diesen Fällen ist der Gesamtaufwand einer Komplettumrüstung oft geringer als mehrere Einzeltausche über einen längeren Zeitraum.

Typische Situationen, in denen eine Komplettumrüstung sinnvoll ist:

  • Der neue Fahrzeugaufbau hat andere Abmessungen oder ein anderes Lochraster als der Vorgänger.
  • Die bisherigen Schienen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Tragkraft oder Auszugslänge.
  • Das Fahrzeug wechselt den Einsatzbereich, zum Beispiel von einem Transportfahrzeug zu einem Einsatzfahrzeug für Feuerwehr oder Rettungsdienst.
  • Mehrere Schienen zeigen gleichzeitig Verschleiß oder Funktionsmängel.
  • Eine einheitliche Systemlösung soll die Ersatzteilhaltung und Wartung vereinfachen.

Beim Einzeltausch hingegen reicht es oft, eine defekte Schiene gegen ein kompatibles Modell zu ersetzen, ohne den gesamten Aufbau anzupassen. Hier lohnt sich der Blick auf Systeme mit langer Produktverfügbarkeit, damit Ersatzteile auch in einigen Jahren noch verfügbar sind.

Wie SCHOCK® bei der Umrüstung von Auszugssystemen unterstützt

Wir wissen, dass Fahrzeugwechsel und Umrüstungen unter Zeitdruck stattfinden. Deshalb entwickeln und fertigen wir unsere Teleskopschienen so, dass sie sich möglichst unkompliziert einbauen, tauschen und anpassen lassen. Unsere SCHOCK® Teleskopschienen sind speziell für anspruchsvolle Fahrzeuganwendungen geeignet und bieten folgende Vorteile für die Umrüstung:

  • Tragkräfte bis 2.500 kg bei bestimmungsgemäßem Einbau gemäß Montageangaben, für leichte Transportboxen bis hin zu schweren Geräteträgern in Einsatzfahrzeugen
  • Verfügbarkeit in verzinktem Stahl, Aluminium und Edelstahl, passend für unterschiedliche Fahrzeugaufbauten und Umgebungsbedingungen
  • Schienenlängen bis 3.000 mm, damit auch ungewöhnliche Fahrzeugmaße abgedeckt werden
  • Teilauszüge, Vollauszüge und Überauszüge aus einer Hand, sodass Sie für verschiedene Einbausituationen im gleichen Fahrzeug auf ein einheitliches System setzen können
  • Fertigung vollständig in Europa mit kurzen Lieferwegen und schnellen Reaktionszeiten bei Sonderwünschen

Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrer Umrüstung haben oder ein passendes System für Ihr Fahrzeugprojekt suchen, helfen wir Ihnen gerne weiter. Kontakt aufnehmen oder direkt einen Händler in Ihrer Nähe finden.

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